Beutellose Staubsauger – eine saubere Sache?

Philips beutelloser Staubsauger PowerPro Compact ( FC9332/09 - 6

Philips PowerPro Compact – Amazon Produktfoto

Dauerhafte Saugleistung und keine Folgekosten dank Staubsauger ohne Beutel? Das sind wohl mit die häufigsten Gründe für beutellose Staubsauger. Finden Sie mit uns den richtigen beutellosen Staubsauger für Ihre Ansprüche. Knapp 40 Millionen Staubsauger gibt es in Deutschland. Ein großer Teil sind alt und laut und nicht selten riechen die Geräte schon merkwürdig bei der Benutzung. Nach Schätzungen des Branchenblattes rfe-Elektrohändler werden jährlich 3 Millionen neue Staubsauger für rund 800 Millionen Euro gekauft. Beim Kauf eines neuen Staubsaugers achten die Deutschen besonders auf die Saugleistung, gefolgt von der Handhabung, der Ausstattung und des Stromverbauchs. Punkte bei denen beutellose Staubsauger herkömmlichen Staubsaugern meist überlegen sind.

Warum einen beutellosen Staubsauger?

Ein Vorteil, der bei einem beutellosen Staubsauger auf der Hand liegt, ist, dass man keine Beutel kaufen muss, welche über die Lebenszeit eines herkömmlichen Staubsaugern hinweg, mehr kosten als das Gerät selbst. Wie jeder bei einem herkömmlichen Staubsauger schonmal bemerkt hat, lässt die Saugkraft immer mehr ab, je voller der Beutel ist. Entsprechend überrascht ist man immer wieder, wie stark der gute alte Staubsauger doch saugt, wenn man einen neuen Beutel eingelegt hat.
Das ist bei einem beutellosen Staubsauger anders. Während bei einem herkömmlichen Staubsauger der Motor die Luft einfach durch den Beutel saugt, in dem dann Staub, Haare und alles sonst eingesaugte hängenbleibt, arbeitet ein Staubsauger ohne Beutel nach einem anderen Prinzip. Oft liest man von einem Zyklonen-Technik.

Doch was ist die Zyklonen Technik?

Ein Zyklon ist ein Fliehkraftabschneider. Dieser beschleunigt und verwirbelt bei einem beutellosen Staubsauger die angesaugte Luft so stark, dass sämtliche darin erhaltenen Schmutz- und Staubteilchen durch die Fliehkraft nach außen geschleudert werden und sich dann im Staubbehälter sammeln. Dieser lässt sich im normalen Haushaltsmüll ausschütten und unter Wasser abspülen. Dies mag für manchen unappetitlich erscheinen, das Hantieren mit einem vollen Staubsaugerbeutel ist jedoch auch nicht gerade angenehmer.
Beutelloser Staubsauger gleich beutelloser Staubsauger?

Hier muss man ganz klar sagen: Nein. Es gibt erhebliche Unterschiede, wie Stiftung Warentest und Ökotest im Test 2013 und feststellen musste.  Von 11 Modellen bekommen lediglich 5 das Siegel “sehr gut”. Manche Geräte konnten aufgrund hoher Lautstärke aber jedoch geringer Saugleistung nicht überzeugen und bei 3 Geräten war das Entleeren des Staubbehälters eine “schmutzige Angelegenheit”. Ein beutelloser Staubsauger schnitt im Test schlecht ab, da er trotz Nachsaugen gerade einmal ein Fünftel des Staubs aus dem Teppich gesaugt hat. Auf Hartböden erwiesen sich die beutellosen Staubsauger jedoch als sehr gute Sauger.
Obwohl alle Sauger mit einem HEPA-Filter ausgestattet sein sollen, pusteten leider einige Kandidaten größere Mengen Feinstaub in die Luft, was besonders Allergikern Problemen bereiten kann

Auf was muss ich beim Kauf eines beutellosen Staubsaugers?

Wattzahl = Saugleistung?

Zuerst sollte man sich Gedanken machen, welche Anforderungen man an beutellose Staubsauger hat. Es entscheidendes Kriterium ist sicherlich die Saugkraft. Hier hilft es weiter, sich auf Erfahrungen und Tests über beutellose Staubsauger zu verlassen. Eine hohe Wattzahl ist kein Zeichen für eine Saugkraft. Die Saugkraft ergibt sich bei beutellosen Staubsaugern oft aus der Konstruktion im Inneren. Außerdem können Motorfilter, Ablassfilter und Teppichsauger sich negativ auf die Saugkraft auswirken, wenn diese schlecht designed sind. Stromfresser müssen beutellose Staubsauger absolut nicht sein. So hat sich beispielsweise die Verkaufszahl der Geräte, die weniger als 800 Watt brauchen in den letzten Monaten verzehnfacht. Dies mag auch an den neuen Richtlinien der EU liegen.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Handhabung. Hat der beutellose Staubsauger einen zu großen und schlecht geformten Staubbehälter fällt beim Ausleeren schnell etwas daneben, was natürlich unerwünscht ist. Siehe Tipps zum Ausleeren des Staubbehälters. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Kabellänge. Man sollte darauf beachten, dass beutellose Staubsauger meist für den gesamten Wohnraum genutzt werden sollen. Dann ist es ziemlich unpraktisch, wenn man ständig die Steckdose wechseln muss. Der Radius der saugbaren Fläche entspricht also ungefähr der Länge des Kabel plus der Länge des Schlauches. 7-8m Kabel sollte der neue kabellose Staubsauger schon haben.

Keine Folgekosten bei beutellosen Staubsaugern?

Diese Frage kann man nicht pauschal beantworten. Jeder beutellose Staubsauger hat verschiedene Filter, wie zum Beispiel Abluftfilter und Motorfilter. Bei manchen Staubsaugern ohne Beutel lassen sich diese Filter reinigen und wiederverwenden. Bei anderen Geräte sollte jedoch nach einer gewissen Zeit neue Filter verwendet werden.

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Vergleich beutelloser Staubsauger zu herkömmlichen Staubsauger

Wie schlagen sich aber jetzt beutellose Staubsauger im Vergleich mit herkömmlichen Beutelsaugern? Aufgrund Ihrer Bauform und Konstruktion waren beutellose Staubsauger immer ein bisschen lauter. Dadurch dass die Luft verwirbelt und durch Düsen gedrückt wird, berichteten Benutzer von einem Pfeifen. Über die vergangenen Jahre hat man dieses Problem mittels Änderungen an der Konstruktion beutelloser Staubsauger gut in den Griff bekommen. Bosch ist mit dem  bei extra leisen Staubsauger ohne Beutel Vorreiter mit aktuell 66dB, was leiser ist als die meisten herkömmlichen Staubsauger. Somit ist das Argument beutellose Staubsauger seien lauter nicht haltbar.
Ein Kaufaspekt für beutellose Staubsauger ist die Saugkraft. Ist ein beutelloser Staubsauger nun stärker, oder nicht? Dies hängt von mehreren Faktoren ab. Bei gefülltem Beutel eines herkömmlichen Staubsaugers spielt der beutellose Staubsauger seine Trümpfe aus. Bedingt durch seine Konstruktion hat er erst Saugkraftverlust, wenn der Staubbehälter voll ist. Vorher ist die Saugkraft gleichbleibend stark. Sicher gibt es beutellose Staubsauger die viel Lärm machen und dabei wenig Saugkraft haben. Solche Sauger haben wir jedoch vorher aussortiert, sodass sie sicher sein können, dass Sie mit der Saugkraft der hier vorgestellten beutellosen Staubsauger zufrieden sein werden. Sie sollten beim Kauf auf die Hartbödenreinigungsklasse, die Teppichreinigungsklasse und die Staubemissionsklasse achten. Während Hartböden für Staubsauger jeglicher Art eher eine Routinearbeit ist, trennt sich bei der Teppichreinigung die Spreu vom Weizen. Eine Bewertung in Höhe von C sollte der beutellose Staubsauger möglichst haben. Oft die Teppichreinigung aber auch abhängig von dem Saugkopf. Haben Sie keinen Teppich oder Auslegware in den zu saugenden Räumlichkeiten, ist ein beutelloser Staubsauger immer eine gute Wahl.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Staubemissionsklasse. Diese gibt an, wieviel (Fein-)staub aus dem beutellosen Staubsauger wieder heraus geblasen wird. Da beutellose Staubsauger keine physikalische Sperrung wir einen Staubsaugerbeutel haben, ist die Staubemissionsklasse abhängig davon wie gründlich die Zyklone arbeiten und die Abluftfilter arbeiten. Bei hochwertigeren Produkten im mittleren oder hohen Preissegment sind beutellose Staubsauger jedoch meist mit Emissionsklasse A getestet.

Seit wann gibt es beutellose Staubsauger?

Beutellose Staubsauger sind eine relativ junge Technik. 1980 meldete James Dyson sein erstes Patent an. Nach mehreren tausend Prototypen baute er 1983 den ersten beutellosen Staubsauger names G-Force. 10 Jahre später produzierte die mittlerweile gegründete Unternehmen Dyson die erste Produktversion des Dyson DC01, welcher die Dual-Zyklon-Technologie nutzen. Innerhalb von 1,5 Jahren wurde der Dyson DC01 der meistverkaufteste Staubsauger in Großbritannien.